Wenige Tage vor der Sophie Trophy musste Shorty aus beruflichen Gründen die Teilnahme an der Regatta absagen. Da ich jedoch gern an dieser Regatta teilnehmen wollte und in jedem Fall sehen wollte, ob es uns gelungen war, mehr Geschwindigkeit aus uns und unserem Material heraus zu holen, rief ich Lars Kiewning vom VSAW an - und der sagte sofort zu.
Lars und ich waren, bis auf ein Match Race auf der Alster, bis dato keine Regatta zusammen gesegelt und so waren 3 Stunden einsegeln am Samstag vor der Regatta unser einziges gemeinsames Training. Am Sonntag segelten wir dann auf die Plätze 19. und 22. Trotz gutem Bootsspeed war in diesen Rennen, zum Großteil wegen fehlender gemeinsamer Stunden auf dem Boot, nicht mehr drin. Nach dem Segeln haben wir dann versucht zu analysieren woran es gelegen hat und uns vor dem nächsten Tag viel vorgenommen.
Den ersten Lauf des 2. Tages konnten wir dann gewinnen, als erster an der Eins, erster im Ziel. Die Freude war natürlich riesig. Zum zweiten Start erwischte uns ein 20° Dreher auf der falschen Seite und wir rundeten die Luvtonne als 25., konnten das Rennen aber noch als zehnter beenden. Erneut ein gutes Rennen für uns.
Am 3. Tag passierte uns dann leider etwas, was man wahrscheinlich als Übermotivation bewerten kann.
Auf der Startkreuz mussten wir mit Steuerbord hinter Alex Hagen passieren. Wir waren gut dabei, alles sah nach einem Top Ten Platz an der 1. aus. Leider haben wir unser Ausweichmanöver zu eng ausgeführt und haben Alex dann 10 cm vor dem Spiegel getroffen. Klare Situation, wir waren Schuld und hatten uns und Alex das Rennen versaut. Alex könnte noch als 4. die Luvtonne erreichen, umso ärgerlicher für uns denn kurz vor der Tonne kam es zur Kollision, musste dann aber aufgrund von starkem Wassereinbruch aufgeben. Wir wurden für diesen Lauf disqualifiziert.
Nach diesem Schock, denn es ist uns nach wie vor mehr als unangenehm Alex diesen Lauf versaut zu haben, obwohl er nachträglich Wiedergutmachung bekommen hat, lief es dann im folgenden Lauf dementsprechend schlecht. Ein Frühstart im 7. Lauf den wir zwar als 11., also wieder sehr gut, beenden konnten, zehrte im weiteren Verlauf der Rennen erneut an unseren Nerven und die fehlende Erfahrung gemeinsam auf dem Boot hat es sehr schwer gemacht sich weiter zu motivieren und vor allem die Konzentration hoch zu halten.
Das letzte Rennen konnten wir dann als 12. beenden und sind im Großen und ganzen mehr als zufrieden mit dieser Regatta. Die Regatta hat gezeigt, unser in den Wintermonaten gefundener Trimm funktioniert und das Schiff ist schnell und vielleicht werden Lars und ich in den nächsten Monaten öfter mal gemeinsam auf dem Boot sitzen.
Gewonnen hat diese Regatta Robert Scheidt in einer beindruckenden Form, die letzten 5. Rennen konnte er gewinnen, zweiter wurden Marc Pickel und Ingo Borkowski die durch den Sieg im Finale noch mal deutlich nach vorne gesprungen sind.
18.04.2007 - Eastern Hemisphere Championship 2007
Die sogenannte Frühjahrseuro der Starboote können wir wohl als die schwärzeste unserer Regatten deuten. Nach dem aufwendigen Wintertraining sollte diese Regatta nun unser Highlight zum Saisonstart werden. Aber alles kam anders.
Mallorca zeigte sich zu Beginn dieser Serie von seiner ganz schlechten Seite, Rekord Regenfälle, Überschwemmungen und sogar ein Toter auf der Insel durch die Wassermassen von oben.
Am ersten Tag hatten wir Starbereitschaft an Land und schließlich Abbruch, auf dem Weg zum Austragen im Regatta Büro rutschte Shorty auf einer Rampe vor dem Büro seitlich aus. Zunächst leichte Schmerzen im Knie zeigten sich später beim Arzt als Dehnung der Innenbänder und eine eventuelle Verletzung des Minikusses, genaueres kann erst eine Kernspintomografie nach Rückgang der Schwellung zeigen.
So konnten wir nicht einen Lauf auf der „Sonnen“ -insel segeln, auch wenn die Spanier uns im ersten Lauf auf Platz 52 gesehen haben, da waren wir gerade zum Auschecken im Raceoffice.
10.03.2007 - Saisonbeginn 2007
Wenn Anfang April auf Mallorca der Starschuss für die Princesa Sofia Trophy auf Mallorca fällt, dann ist für die meisten Segler auf deutschen Gewässern der Saisonbeginn noch etwas entfernt. Für einige Segler in den olympischen Bootsklassen bedeutet dies das Ende des Wintertrainings auf der Insel Mallorca. So auch für uns.
Seit Anfang Februar sind wir in regelmäßigen Abständen im Club Nautico S´Arenal um uns gemeinsam mit weiteren Starbootteams auf die kommenden Regatten vorzubereiten. Höhepunkte wird es gleich zwei auf der beliebten Ferieninsel geben: Die Princesa Sofia Trophy vom 30. März bis zum 6. April ist gerade in die ISAF WORLD CUP SERIES aufgenommen worden und zählt so zu den 6. wichtigsten Wettbewerben des olympischen Segelns. Direkt im Anschluss richtet der Club in Arenal die EASTERN HEMISPHERE CHAMPIONSHIP aus. Vom 11. – 18. April wird dann der beste Starbootsegler der östlichen Hemisphäre ermittelt.
Auf beide Regatten sowie die kommende Saison bereiten wir uns zur Zeit in regelmäßigen Trainingsblöcken vor. Viel Unterstützung haben wir dabei in den letzten Tagen von Michael Ilgenstein, der uns ein Wochenende auf dem Motorboot begleitete und seine Erfahrungen aus vielen Jahren erfolgreichen Starbootsegelns an uns weitergeben hat, sowie von Markus Mehlen, der ebenfalls viel Zeit auf dem Motorboot verbringt, uns aber auch an Land mit technischem KnowHow und Fleiß unterstützt. An dieser Stelle eine großes Dankeschön an diese Beiden.
01.03.2007 - Messe Düsseldorf, BOOT 2007
Auch in diesem Jahr stand erneut am letzten Samstag dieser Bootsausstellung der SKBUe Tag auf der Aktionsbühne im Segelzentrum in Halle 17 auf dem Programm. Heidi Neifer vom WDR lud uns zum Interview zu sich und lies sich von unserer letzten Saison berichten. Auch Peter Frisch, der deutsche Importeur von MUSTO, HARKEN und FSE Tauwerk war als einer unser Sponsoren geladen und berichtete von seinem Engagement im Segelsport. Mit viel Glück und großem Beifall wurden wir von allen Zuschauern dann quasi in die Saison 2007 entlassen.
15.11.2006 - Saison 2006
Ein recht „interessantes“ Jahr neigt sich dem Ende und so kommen wir so langsam mal wieder dazu die Erlebnisse Revue passieren zu lassen.
Was ist passiert? Der letzte Eintrag stammt aus dem Frühjahr diesen Jahres und seitdem ist HIER nicht mehr viel passiert – auf dem Wasser um so mehr!
Hochmotiviert sind wir nach unserem Wintertraining in die neue Saison gestartet. Als Highlights standen gleich die „Expert Olympic Garda“ Regatta auf dem Gardasee und die Internationale Deutsche Meisterschaft in Hamburg auf der Alster auf dem Programm. Zwei Regatten, die im Nachhinein betrachtet, richtungsweisend für die ganze Saison waren.
Am Gardasee wurde uns deutlich gezeigt das uns zu Anfang der Saison ein anständiges Stück Speed fehlte. Das schlechte Ergebnis dort machte uns allerdings nicht allzu sehr zu schaffen und zur Deutschen Meisterschaft hatten wir uns immer noch viel vorgenommen. Die Alster, als trickreiches Leichtwindrevier bekannt, sollte unseren Stärken liegen und unsere Speed-Probleme sollten wir dort wettmachen können.
Aber es kam alles anders. Hamburg zeigte sich typische norddeutsch- nass und richtig windig. In der ersten Wettfahrt lief eigentlich alles noch ganz gut, bis uns an zweiter Position liegend eine Boe im Tonnenmanöver so erwischte, dass der Mast hinterher aussah wie ein Notenschlüssel. Den zweiten Platz konnten wir noch ins Ziel retten, der anschließende Lauf fand dann jedoch ohne uns statt. Zum Dritten Lauf waren wir mit neuem Mast dann wieder am Start. Trotz der schwierigen Bedingungen und dem „Handicap“ durch den neuen Mast konnten wir uns auf Platzierungen unter den ersten zehn einschießen, bis uns dann im letzten Lauf durch eine Unaufmerksamkeit der zweite Mast brach.
Damit waren dann zu Beginn der Saison zwei Highlights vermasselt und die beiden Mastbrüche sind uns ordentlich im Kopf stecken geblieben.
Zur District Meisterschaft und zur Europameisterschaft konnten wir im Laufe der Saison dann zwar recht gute Einzelplatzierungen (District 4. und 5., Euro 7.) ersegeln, dass Pech und die Anspannung blieb jedoch und die Konstanz und die daraus resultierenden guten Ergebnisse des letzten Jahres blieben aus.
Zum Ende der Saison konnten wir dann am Starnberger See noch eine Regatta gewinnen (Kronprinz Ruprecht Erinnerungspreis / 31 Teilnehmer) und die Oktoberfest Regatta nach umstrittenner Jury Entscheidung auf Platz 5. abschließen.
Alles in allem ein Jahr, mit dem wir nicht zufrieden sein können, die Fehler jedoch analysiert und erkannt haben und nun wieder mit der richtigen Einstellung an die nächste Saison gehen.
Den Winter werden wir gemeinsam mit dem Deutschen Meister Lars Kiewning vom VSAW auf Mallorca verbringen und uns dort auf die beiden Schwertpunktregatten Princesa Sofia und Frühjahrseuropameisterschaft vorbereiten.
Abschied
aus Spanien und Beginn der "Europa Tournee"
Mitte
März brachen wir unsere Zelte in Gandia, Südspanien,
ab und begannen unsere Frühjahrs- Europa- Tournee. Vom spanischen
Gandia ging es mit Wohnmobil und Anhänger durch Frankreich
an der Côte d`Azur entlang zum Gardasee in Norditalien.
Dort segelten wir die "Expert Olympic Garda" Regatta
in Malcesine. In einem sehr starkem Feld aus 11 Nationen erwischten
wir allerdings einen schlechten Start in die neue Saison, schlechter
Bootsspeed, schlechte Starts machten uns mit jedem Rennen unsicherer
und so beendeten wir diese Serie auf einem unbefriedigendem 18.
Platz. Das Schiff steht nun bei der Bootswerft Mader um einige
kleine Reparaturen auszuführen. Über Ostern werden wir
unsere Europatournee fortsetzen und an der "Eastern Hemisphere
Championship" in Neapel teilnehmen. In einem erneut sehr
starkem Feld wollen wir dann, mit neuen Segeln, an die guten Leistungen
des letzten Jahres wieder anknüpfen und hoffen unseren Bootspeed
weiter optimieren zu können.
Boot
Düsseldorf 2006
Vom
21. bis 29. Januar fand in Düsseldorf die weltgrößte
Boots-Austellung statt. Knapp 300.000 Besucher informierten sich
an Ständen von 1.695 Ausstellern aus 51 Nationen. Auch das
Starboot Team Thomas Schiffer / Niels Hentschel präsentierte
sich auf der Bootsaustellung. Auf der Aktionsbühne der Seglerzeitung
wurde das Team am Samstag nachmittag des letzten Wochenendes,
"Primetime" der Bootsausstellung, von der WDR Moderatorin
Heidi Neider interviewt und konnte so vielen Besuchern der Messe
und Prominenten Gästen aus der Segelszene, u.a. NRW Segelverbands
Präsident Heinz Staudt, Informationen rund um Ihre Olympiakampagne
vermitteln.
Wintertraining
2005 / 2006
Den Winter wird das Olympic Starclass Sailing Team in unmittelbarer
Nähe zu den America´s Cup Yachten verbringen.
Der argentinische Konstrukteur Juan Kouyoumdjian, Designer der in
der ersten Etappe des Volvo Ocean Race siegreichen ABN Amro Yachten,
des America´s Cuppers von BMW Oracle und dem neuen Mader Starboot
hat Thomas und Niels nach Valencia eingeladen, um dort gemeinsam
mit ihm und weiteren, zum Teil in den CUP eingebundenen, Starboot
Crews zu trainieren.
Von Dezember bis März werden Thomas und Niels nun 14tägig
nach Valencia reisen, teilweise begleitet von dem erfahrenen Starboot
Segler Michael Ilgenstein als Coach, um dort weiter an Ihrer Performance
zu arbeiten.
Saisonabschluss
2005
Die
erste Saison im olympischen Starboot hat das Olympic Starclass
Sailing Team mit einem hervorragenden 6. Platz (ges. 149) in der
deutschen Rangliste beendet, in der Weltrangliste liegen die beiden
auf Platz 67. (ges. 294). Ein ebenfalls beachtlicher Erfolg, bedenkt
man, dass für die Weltrangliste die Punkte aus zwei Jahren
gesammelt werden.
Doch nicht nur sportlich haben Thomas und Niels in der Saison
2005 gezeigt, dass sie sich in der Starbootklasse behaupten können.
Eine Marketingauswertung der Fachhochschule Bremen über die
PR und Sponsoren Arbeit der beiden im letzten Jahr hat einen Wert
von etwa EUR 80.000,00. errechnet. Hoffentlich ein weiterer Anreiz
für Sponsoren die beiden auf Ihrem Weg zu den olympischen
Spielen zu unterstützen.
GER 8025 auf der Kieler Förde
"Bayern
Runde"
Gleich
zwei große Regatten in Süddeutschland waren im September
/ Oktober für das Olympic Starclass Sailing Team zu absolvieren.
Die Internationale Deutsche Meisterschaft am Starnberger See sowie
die hochkarätige und für die Weltrangliste zählende
Oktoberfest Regatta auf dem Ammersee.
Bei der Deutschen Meisterschaft machte der Wind, oder vielmehr
der ausbleibende Wind, allen Seglern schwer zu schaffen. So konnten
nur drei Läufe gesegelt werden, nicht genug um eine offizielle
Deutsche Meisterschaft nach den Regeln des Deutschen Seglerverbandes
absolvieren zu können. Nach 3 Läufen belegten Thomas
und Niels den 10. Rang von 44. Teilnehmern.
Zur Oktoberfest Regatta waren die Bedingungen besser, 54 Starboote
starteten bei dieser hochrangigen Regatta die hervorragend vom
Herrschinger Segelclub ausgerichtet wurde. Thomas und Niels belegten
bei dieser Regatta einen sehr guten zweiten Platz.
Thomas und Niels beim Training
Neues
Schiff!!
Das
Olympic Starclass Sailing Team hat ein neues Schiff zur Verfügung
gestellt bekommen. Das MADER Starboot mit der Segelnummer GER
8190 ist nun der neue "Arbeitsplatz" von Thomas und
Niels.
Vom Designer des BMW Oracle America´s Cupper und der beiden
ABN AMRO Volvo Oceanrace Yachten ist dieses Schiff konstruiert
worde. Die BOOTSWERFT MADER hat es in Waging gebaut.
Thomas und Niels hoffen schon bald mit diesem Schiff optimal zurecht
zu kommen und das Potential dieses Sportgerätes auf höchstem
technischen Niveau in kurzer Zeit voll ausschöpfen zu können.
Das Team bedankt sich an dieser Stelle bei allen Partnern und
Sponsoren die es ermöglicht haben diese Schiff erwerben zu
können. Ein riesen großes Dankeschön an das Team
der Bootswerft Mader für das große Vertrauen!